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19.04.2021

"Verfolgte Christen"-Online-Vortrag über Schwestern und Brüder in Bedrängnis

Landkarte,Weltverfolgungsindex 2020

Schwestern und Brüder in Bedrängnis

Vortrag über verfolgte Christen

 

Ado Greve von „Open Doors Deutschland e.V.“ referierte in einem Onlinevortrag über die Situation verfolgter Christen weltweit. „Open Doors“ erstellt seit Jahr den „Weltverfolgungsindex“ mit der Rangliste der Länder, in denen die Situation für Christen am bedrohlichsten ist.

Die Unterstützung der Christen geschieht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus einem geistlichen Hintergrund heraus, sie unterstützen als Hilfswerk die Christen möglichst unmittelbar vor Ort. Die Grundfrage ist dabei, was gerade am meisten hilft.

Herr Greve verwies darauf, dass die Verfolgung der Christen bereits biblisch angekündigt sei. Im Johannesevangelium heißt es, dass „die Welt sie gehasst hat, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich (Jesus) nicht von der Welt bin.“ (Joh 17,14f.). Und bei Matthäus steht, dass die Christen „wie Schafe mitten unter die Wölfe“ gesandt werden (Mt 10,16). Sie selbst aber sollen denen Gutes tun, die sie hassen und ihre Feinde lieben.

Eine brutale Wirklichkeit, die uns in den Verfolgungen begegnet. Als wichtigstes Mittel nennen Betroffene die Bitte, nicht vergessen zu werden und vor allem  die einfache  Unterstützung durch das Gebet – nicht in erster Linie, dass sie gerettet werden, sondern dass sie in ihrem Christsein vor Ort Stärkung erfahren, um in ihrer Situation das Evangelium verkünden zu können.

Hier einige Stimmen zum Vortrag aus dem Teilnehmerkreis:

 „Ich habe mich für da Thema interessiert, weil ich zuvor noch keine Ahnung über die wirkliche Lage hatte. Deshalb war ich umso überraschter, wie es auf der Welt in Bezug auf Thema Christen zugeht. Das war für mich erstaunlich. Vor allem, sich für seinen Glauben rechtfertigen zu müssen.“

 

Der Vortrag hat wirklich Spuren und ein Umdenken hinterlassen. Ich finde, dass super anschaulich erzählt wurde, wie es den Menschen in den verschiedenen Ländern geht, und zum Umdenken hat eben angeregt, dass wir eher dafür beten sollen, dass die Christen mutig Zeugnis geben können statt dass die Bedrängung aufhört. Mich hat der Vortrag sehr inspiriert, v.a. der Glaube der Menschen, von denen Hr. Greve persönlich erzählt hat. Also es war wirklich ein spannender, lohnenswerter Abend für mich.“

 

Ich habe mich zu diesem Vortrag angemeldet, da mir nicht bewusst war, in welchem Ausmaß dieses Thema in heutiger Zeit noch eine Rolle spielt und war deswegen neugierig mehr zu erfahren. Ich fand den Vortrag sehr interessant und ansprechend gehalten, da auch die Präsentation mit ihren Bildern Eindruck hinterlassen hat. Es hat mich sehr erstaunt in welchen Ländern, vor allem in Indien, die Religionsfreiheit eine so geringe Rolle spielt. Gerade auch in China, das Land des Wirtschaftskonsum und der Ordnung, hat es mich erstaunt, wie unfrei die Leute leben müssen.“

 

Ich habe den Vortrag sehr interessant gefunden. Gut war es meiner Meinung nach, dass er in der kurzen Zeit einen Rundumblick auf verschiedene Länder gemacht hat und auch erklärt hat, was konkret seine Organisation bedeutet und erreichen will. Mich hat es schockiert, wie viele Christen verfolgt werden. Diese Verfolgung in manchen Ländern sogar zunimmt. Besonders schockierend war für mich das Beispiel Indien. Dass sich hier sogar politische Gruppen dafür einsetzen, dass ein Gesetz verabschiedet werden soll, welches alle Religionen, außer dem Hinduismus verbietet, ist besonders grausam. Auch gut habe ich die explizierten Beispielsschicksale gefunden, die er in jedem Land gebracht hat, diese haben das Thema mir nochmals näher gebracht und hat bewegt. Mich hat auch bewegt, dass die Christen Jesus treu bleiben, sogar wenn es um ihr Leben geht, dass sie es hinnehmen gefangen oder getötet zu werden, anstatt die einfache Lösungen zu wählen, die Religion zu wechseln. Ich bewundere diese Personen in ihrem starken Glauben. Ich wünsche mir, dass diese schrecklichen Verfolgungen eines Tages aufhören, und jeder seinen Glauben auf der Welt frei ausleben darf, ohne dafür mit seinem Leben zu bezahlen. Ich werde diese Gläubigen in mein Gebet mit aufnehmen und für sie beten, dass sie weiter stark bleiben in ihrem Glauben.“

 

Mein Interesse an der Thematik wurzelt in meinem allgemeinen Interesse an der Thematik der Religionsfreiheit – Verfolgung entsteht auch aus mangelnder Religionsfreiheit, wenn keine Freiheit gelebt werden kann und darf, oder die eigene Religion sogar verboten ist – insbesondere in Verbindung mit dem erst Mitte der vergangenen Woche erschienenen 15. Bericht von Kirche in Not zur weltweiten Lage fand ich den Vortrag auch zeitlich perfekt gelegen und sehr informativ. Der Vortrag an sich war mein erster in Kooperation mit der Organisation Open Doors und obwohl ich auch schon vorher mit der Thematik vertraut war, sind die konkreten Beispiele immer wieder bewegend.“

 

Der Vortrag war sehr informativ und anschaulich. Einerseits finde ich es gut, dass Herr Greve uns die Bilder dieser Menschen gezeigt hat, welche für ihren Glauben gestorben sind. Andererseits erschütterte es mich, was diese Menschen aufgrund ihres Glaubens erleben müssen. Mich beeindruckt es sehr, wie Menschen so stark ihren Glauben leben und dafür kämpfen. Dieser Mut und die Entschlossenheit sind sehr faszinierend. Nach dem Vortrag war ich erstmal sprachlos, weswegen ich keinen wörtlichen Beitrag abgegeben habe, da ich nicht wusste, was ich fragen soll. Am Abend sind mir Fragen gekommen, bei welchen es mir schwer gefallen ist, diese zu beantworten: Wie kann die Welt so ungerecht sein? Warum gibt es Menschen, welche täglich in Gefangenschaft oder unter unmenschlichen Bedingungen leben müssen und gleichzeitig Menschen, die im Luxus schwimmen und sich alles erkaufen können, was sie möchten? Schlussendlich empfand ich den Vortrag als sehr informativ und würde mich sehr freuen, wenn das Mentorat mehr solcher oder anderer Vorträge für die Studierenden anbietet würde.“