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Grüß Gott und herzlich willkommen beim Geistlichen Mentorat Eichstätt!

Das Feuer weitergeben

„Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“ Ein starkes Zeichen, die Aschenauflegung am Aschermittwoch. Wir sind vergängliche Menschen, das Leben hat mal ein Ende – bittere Wahrheit?

Für Christinnen und Christen ist der Blick auf das Ende des Lebens ein Lichtblick: bei Gott wird das Ende zum Anfang.

Diese Perspektive kann schnell vergessen werden, andere Götter die Sicht vernebeln: Ruhm und Einfluss, Macht und Gier, Geld und Genuss. Eine Übergewichtung kann mich in Schieflage bringen.

„Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“ Asche reinigt und wirkt wie ein Dünger. Die Österliche Bußzeit ist eine Zeit zum Saubermachen und zum Düngen:

Wie im Haus bald der Frühjahrsputz anstehen wird, damit es wieder wohnlicher wird und die Fenster lichtdurchlässig – so ist die österliche Bußzeit ein „Frühjahrsputz für meine Seele“.

Wie im Garten vertrocknete Äste abgeschnitten und Dünger ausgestreut werden muss, damit die frischen Knospen sprießen können – so ist die österliche Bußzeit „Dünger für meinen Glauben“.

Der Verzicht auf Gewohntes und Alltägliches, auf Überflüssiges und Schädliches, öffnet Räume für ein neues Bewusstsein und bleibende Werte.

Gute Werke öffnen mein Herz für den Nächsten, in dem Gott für mich greifbar wird.

Zeit für das Gebet und damit Zeit für Gott führen mich in eine Haltung der Dankbarkeit und des Lobpreises, dass ich mein Leben einem verdanke, der mich groß macht und aus der Enge führt in die Weite eines erfüllten Lebens.

Wenn ich die Kraft des Glaubens neu entdecke, wenn Umkehr heißt, dass ich mich wieder neu Gott zuwende, dann entfache ich in mir neu das Feuer des Glaubens.

Die Asche steht nur am Anfang der Fastenzeit – an Ostern soll das Feuer des Glaubens in mir brennen, symbolisiert im Osterfeuer der Osternacht. Dieses Feuer gilt es weiterzugeben, damit ich andere entzünde mit meiner Freude am Leben!